Montag, 14. Juli 2014

Endlich - endlich vorbei...

Puh, geschafft.

Das waren wirklich harte Wochen für einen Menschen wie mich, der mit Sport im Allgemeinen und mit Fußball im Besonderen so viel am Hut hat, wie die Kanzlerin mit Regieren.

Totaler Kommunikationsausfall auf allen Ebenen:

Ob nun im Teamchat der Kollegen bei Foxradio Burscheid, wo nach einem kurzen Satz zu Radio-relevanten Themen im nächsten Augenblick wieder zu vor-weltmeisterlicher Fachsimpelei gewechselt wurde und ich mich dann wieder fragte, "Was, zum Teufel, mache ich hier überhaupt?" - "Ach ja, gleich ist meine Sendung..."

Sogar in meiner Familie stieß ich auf völliges Unverständnis ob meiner Fußball-Abstinenz.

Meine Frau - thailändischer Herkunft -, eine fanatische Deutschland-Anhängerin, fragte mich schon, ob ich wirklich in diesem Land geboren wurde und auf meine brummige Antwort, ich müsse deshalb ja nicht wie alle anderen diesem hirnlosen Spiel frönen, kam in astreinem Deutsch ein: "Du bist ja bekloppt" aus ihrem Munde...

Auf der Arbeit - als ich kurzfristig tatsächlich mal wieder eine hatte - noch viel schlimmer:
Nach einem brummigen "Guten Morgen" entpuppte sich ein jeder als hochqualifizierter Bundestrainer und zumeist sogar auch als Spitzenklasse-Fußballer, den diese Trottel vom DFB nur bisher weder entdeckt noch ins Nationalteam berufen hatten.

Der Versuch, zwischendurch mal das Thema zu wechseln - zum hoffnungslosen Scheitern verurteilt.

Mit Mühe und Not gelang es den meisten, sich zwischen den weltbewegenden Diskussionen über Fehler und Taktiken der einen oder anderen Mannschaft auf das tägliche Tagwerk zu konzentrieren - zumindest ab und zu, bevor die Arbeit dann doch wieder von wichtigen Fachgesprächen unterbrochen werden musste.

Selbst der selbstgefällige Sexprotz, der sonst jeden Morgen mit den wüstesten Abenteuern der vergangenen Nacht aufwarten konnte und - zumindest in seiner Fantasie - schon die halbe Promi-Welt durchgevögelt hatte - bekam sein Maul nur noch auf, um mit glänzenden Augen über die vorabendlichen Ballereignisse zu schwafeln.

Mich würde ja schon brennend interessieren, wie die Geburtenrate in neun Monaten sich ausnimmt - ob es da wohl tatsächlich einen drastischen Knick geben wird?

Den fußballbegeisterten Herrschaften konnte man in den letzten Wochen ja selbst die Traumfrau aus ihren kühnsten Tagträumen nackt vor den Bauch binden und die einzige Reaktion wäre die gewesen, dass sie versucht hätten, das sichtbehindernde Anhängsel aus dem Blick zu bekommen.

Mir kann man immer und überall einen vollständig unbekleideten oder in Dessous gewandeten Fußball vor's entblößte Geschlecht binden - da tut sich Nichts.... nie und nimmer...

Ja, wie auch immer - die nationweite Verseuchung mit diesem in bestimmten Zyklen auftretenden Virus ist nun endlich vorbei und es keimt die Hoffnung in mir, dass - wenn dann die Euphorie darüber, dass ja jetzt ein jeder (auch du und - sogar - ich) Weltmeister ist, wieder abklingt - endlich wieder normale Gespräche unter normalen Bürgern möglich sein sollten.

Über Sex zum Beispiel - obwohl, darüber reden ja zumeist nur die, die eben gerade keinen hatten...

Dann eben die Politik - ist doch immer wieder ein dankbares Thema: Nur weiß wohl jeder, dass ich es befürworte, diese verantwortungslose, selbstherrliche und nutzlose Diebesbande, alle zusammen in einen Sack zustecken, auf den ein jeder ganz feste draufhauen darf - oder noch besser einfach an die Wand mit denen...

Na dann also über Religion!
Oh, oh, da ist auch bekannt, dass ich mit dem Klerus und vor allem dem katholischen Ableger dieser Sektierer nicht gerade sanft zu Gericht gehe...

Mich dünkt, dass meine Hoffnung auf gesittete, künftige Gespräche, wohl doch nur ein Wunschtraum bleiben wird...

Ob's wohl an mir liegt?

Einen schönen (Weltmeister-) Tag wünsche ich noch...

Mittwoch, 2. Juli 2014

Reingefallen!

Wer meinen Blog regelmäßig liest, dem ist sicher nicht entgangen, dass ich ein sehr angespanntes Verhältnis zu Leih- und Zeitarbeitsfirmen habe.

Dennoch bin ich letzten Monat über meinen Schatten gesprungen.

Ich habe meine Vorurteile hinten angestellt, erhebliche Abstriche bei meinen Lohnforderungen gemacht, nur, um nach all den Jahren endlich - ENDLICH - aus der erniedrigenden Bevormundung und Abhängigkeit der monatlichen Hartz-IV-Leistungen zu entkommen.

Der Job, den ich in Rodenkirchen angenommen hatte, entsprach nicht unbedingt den Tätigkeiten einer Fachkraft für Lagerlogistik, aber ich hatte mal wieder einen Fuß in der Tür.
Also ging ich frohgemutes an die Arbeit, ungeachtet der Tatsache, dass ich mich nach langen Jahren der Tätigkeit im oberen Feld nunmehr auf der niedrigsten Stufe wieder anstellen musste.

Ich quälte mich um 4 Uhr morgens aus dem Bett, stand pünktlich um 5.10 Uhr an der Bushaltestelle und traf nach mehrmaligem Umsteigen auch immer pünktlich kurz vor Sieben am Arbeitsort ein, um dort dann meinen niederen Tätigkeiten nachzugehen - immer im Gedenken daran, dass dies der Weg aus der Hartz-IV-Falle wäre, wie beschwerlich er mir auch vorkommen möge.

Von dem nachmittäglichen wieder fast zwei Stunden währenden Nachhauseweg rede ich schon nicht mehr.

Da es in der Firma eigentlich ganz verträglich war und das Klima sowohl unter den Kollegen und auch zu den Vorgesetzten ganz anders war, als wie ich es bisher erlebt hatte, konnte ich mich auch mit dem Gedanken anfreunden, diesen Arbeitsplatz "die paar Jahre bis zur Rente" durchzustehen.

Ja, ich trug mich gar mit dem Gedanken, entweder meine zerrütteten Familienverhältnisse wieder zu kitten oder im Falle eines Scheiterns dieses Vorhabens, meinen Wohnort vielleicht doch wieder in die ungeliebte Nachbarstadt Köln zu verlegen - man ist ja opferwillig....

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie mich auf Facebook nach meinem Jubelbeitrag über den neuen Job jemand warnte, dass ich vorsichtig sein solle, ob da nicht jemand nur eine Produktionsspitze überbrücken wolle - und meinen Zeitarbeit-Arbeitgeber sprach ich selbstverständlich darauf an und wies ihn ausdrücklich darauf hin, dass ich nur an einer festen Beschäftigung interessiert sei - immerhin wühlte ich mich gerade durch einen Wust von Anträgen, um Leistungen zur Überbrückung und eine zeitweise Fahrkostenerstattung zu erhalten.

Mit Engelszungen wurde mir versichert, dass ich mir keine Sorgen zu machen brauche, solange ich nur meine Arbeit gut machen würde - die Zukunft sei gesichert...

Dann kam Montag, der 30. Juni:

Ich wurde zu Arbeitsbeginn von einem Betriebsratsmitglied mit den Worten "Du hast heute deinen Letzten?" begrüßt und rollte zunächst nur leicht indigniert mit den Augen, schließlich muss ich mir ja nicht jeden Schuh anziehen, der mir passen könnte.
Also ging ich weiter meiner Tätigkeit nach und harrte der Dinge die da kommen sollten:

Um 14 Uhr kamen meine beiden Vorgesetzten in der Einsatzfirma mit Leichenbittermiene zu mir und eröffneten mir, dass mein Einsatz bei Ihnen von vornherein lediglich für Juni begrenzt vorgesehen war und da ich gute Arbeit geleistet habe, hatte man vom Betriebsrat eine Verlängerung meines Einsatz erbeten, der aber leider abgelehnt worden war.

Zum Glück war ich ja schon vorgewarnt, so dass mein Sturz nicht aus Wolke Sieben erfolgte...

Ich hatte schon im nächsten Moment das Handy am Ohr und den Kerl in der Leitung, der mich eingestellt hatte. Der tat auf meine Anschuldigung, unter Vorspiegelung falscher Tatsachen und bewusst - also mittels arglistiger Täuschung - zur Unterzeichnung eines Vertrages bewogen worden zu sein, so, als wisse er von Nichts.

Ich entlud ein fürchterliches Donnerwetter durch das Telefon und der Kerl konnte von unendlichem Glück reden, dass wir uns nicht persönlich gegenüberstanden, denn wenn er dann nur Schmerzen erlitten hätte, wäre er noch richtig gut aus der Affäre hinausgekommen...

Dass diese ganze Geschichte ein von Anfang an getürktes Spiel gewesen war, dürfte wohl die Tatsache verdeutlichen, dass ich bei Heimkehr in meinem Briefkasten ein Kündigungsschreiben vorfand...

Liebe Leser und vor allem liebe Sachbearbeiter beim Arbeitsamt oder dem Jobcenter - sicher könnt ihr euch denken, dass ich in der Zukunft auf keinen Fall jemals wieder ein Arbeitsverhältnis mit einer Zeitarbeitsfirma eingehen werde.
Und wenn ihr meint, mir daraufhin die Leistungen wegen angeblicher Arbeitsverweigerung sperren zu müssen - kein Problem, dann rufe ich mir ein Fernsehteam und setze mich vor den Kaufhof und werde live und in Farbe vor laufenden Kameras verrecken...!!!! - Reality-TV made by Reiner Wolf....

Schickt die Merkel zu solchen Firmen, soll die sich den Buckel ruhig mal krumm arbeiten und sich wie ein Mensch der aller untersten Klasse und wie ein Stück Fleisch beim Metzger behandeln lassen - MIT MIR NICHT!

Samstag, 21. Juni 2014

Wie die Zeit vergeht...

Unfassbar!

Ganz plötzlich stelle ich fest, dass beinahe geschlagene ZEHN Jahre ins Land gezogen sind - und sie kamen mir so kurzweilig vor, wie nie zuvor in meinem Leben.

Der 24. Juli 2004 ist doch noch gar nicht so lange her - der Tag, an dem die Tochter meiner Frau, begleitet von einer Tante am Kölner Flughafen eintraf, um fortan bei ihrer Mutter und ihrem deutschen Mann zu leben.

Gerade zwei Wochen später gab es den Test, ob sie schulfähig sei. Immerhin war sie im März sechs Jahre alt geworden und das erste Schuljahr würde in wenigen Wochen beginnen. Das größte Handicap von Narissara war, dass sie nur rudimentär Deutsch sprach und verstand - eben nur das, was ein sechsjähriges Mädchen innerhalb von zwei Wochen so von ihrem Stiefvater aufschnappte.

Da gab es diese slawisch-stämmige Frau auf dem Schulamt, die Wee testete und konsterniert mit sehr -wahrscheinlich- russisch angehauchtem Akzent feststellte: "Schade, das Ihre Tochter kein Deutsch sprechen kann. Das kann ich jetzt leider nicht beurteilen."
Woraufhin mir ein sarkastisches "Ach ja, Sie sind natürlich prädestiniert für diese Prüfung." ausrutschte.

Nichtsdestotrotz wurde Wee eingeschult.

Ich vergesse im Leben nicht, wie aufgeregt sie war und voller Stolz mit ihrer Schultüte zwischen die anderen Erstklässler entschwand - und ich stellte mir die ganze Zeit immer wieder die bange Frage, wie es ihr wohl ergehen würde...

Natürlich war Wee nicht auf den Kopf gefallen - und sie war ehrgeizig.

Schon von Anbeginn an, fragte sie mir Löcher in den Bauch darüber, in welchem Beruf man denn das Meiste verdienen würde und meine Erwiderung, dass ein Beruf auch zumindest ein kleines bisschen Spaß machen müsse, wurde einfach abgetan.

Wee hatte großes Glück:

Dank des Tipps einer älteren Dame in unserem Haus, meldete ich sie an der Waldschule in Schlebusch an und war am ersten Schultag voller Entsetzen, als ich feststellen musste, dass es sich hierbei um eine Montessori-Schule handelte, in der in einer Klasse Kinder aller vier Schulklassen gemeinsam unterrichtet wurden.

Es stellte sich als wirklicher Glücksfall heraus, dass Wee in dieser Schule gelandet war - dank persönlicher Sprachförderung und der Betreuung am Nachmittag, dauerte es nur wenige Wochen, bis zwischen meiner Tochter und mir eine richtige Kommunikation zustande kam - und Wee war im Schulbetrieb immer im tiefsten Getümmel, immer mittendrin, zu finden.

Ich erinnere mich noch immer mit leichter Wehmut, wie wir in den ersten Wochen Hausaufgaben per Telefon gemeinsam machten, wenn ich auf der Spätschicht war. 

Da wurde ich noch gebraucht...

Sie ging ihren Weg - konsequent und zielstrebig und sie war wohl zunächst ein kleines bisschen enttäuscht, als sie am Ende der vierten Klasse "nur" die Empfehlung für die Gesamtschule erhielt.

Im Nachhinein war auch diese Bewertung die Richtige: In den folgenden sechs Jahren arbeitete Wee sich, scheinbar mühelos, immer weiter vor.

Sorgen hatte ich zunächst, weil sie nie Schulaufgaben mit nach Hause brachte und auf eine entsprechende Frage meinerseits immer entgegnete: "Das hab ich schon in der Schule gemacht!".

Misstrauisch, wie ich nun mal bin, kontaktierte ich daraufhin zunächst einmal den Klassenlehrer, der mir bestätigte, dass Wee immer fleißig und gewissenhaft ihre Arbeiten erledigte. Und sie brachte - bis auf ganz wenige Ausnahmen - auch immer nur die besten Noten in Klassenarbeiten mit nach Hause.

Und jetzt sind schon wieder sechs Schuljahre vergangen:

Die mittlere Reife ist geschafft und auch die Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe hat Wee im Sack.

Am Montag ist Entlassungsfeier, bevor es nach den Sommerferien an die große Aufgabe "Abitur" geht...

Junge, Junge, wie doch die Zeit vergeht...

Aus dem kleinen Mädchen mit langen Zöpfen und einer fast zu großen Schultüte ist eine selbstbewusste junge Frau geworden, der man nur noch äußerlich ihren Migrationshintergrund anmerkt.

Muss ich noch extra betonen, dass ich SEHR STOLZ auf meine Tochter bin?

Was immer sie sich noch für die Zukunft vornehmen wird - sie kann sich immer darauf verlassen, dass ich verknöcherter, alter Sack hundertprozentig hinter ihr stehen werde...

Mach deinen Weg, Mädchen - mach mich weiter stolz...

Samstag, 14. Juni 2014

Ein schwarzer Tag für die Jugendarbeit in Burscheid

Es ist genau so gekommen, wie ich es befürchtet hatte.

Sag noch mal einer, ich sei kein Prophet!

Das Ende der Jugendarbeit in Burscheid ist nicht nur eingeläutet, sondern beschlossen und diejenigen, die wirklich glauben, dass ich das zu schwarz sehe - die Zukunft wird euch zeigen, dass ich Recht hatte.

Aber dann ist es natürlich zu spät...

Was für ein Schildbügerstreich wurde da am 11. Juni 2014 beschlossen?

Mit einem Mal ist all das, wofür Jugendliche zu Beginn der 1970er Jahre sprichwörtlich auf die Straße gegangen sind abgehakt.

Das Lebenswerk eines Mannes, der seit Mitte der 70er allein federführend, zunächst für den Umbau des Gebäudes und das Konzept der Offenen Jugendeinrichtung verantwortlich war, wurde mit einem fürchterlichen Arschtritt einfach so beiseite gefegt.

Die unermüdlichen Betteltouren zu Burscheider Geschäftsleuten, die sich so kein anderer angetan hätte, um immer wieder Materialien für das Megaphon zu organisieren, die aus den Haushaltsmitteln nicht zu besorgen waren...
Unzählige Stunden mit im Laufe der Jahre hunderten Jugendlichen auf Freizeiten in Portugal, Dänemark oder Schweden...

Unzählige Wochenenden im Einsatz für die Jugend, die mehr brauchte, als nur ein Gebäude, in dem man sich traf, um was-auch-immer gemeinsam zu tun. Es war selbstverständlich, dass das Engagement der Megaphon-Mitarbeiter auch weit über das normale Freizeitangebot hinaus ging.

Beratung und Hilfe bei Amtsangelegenheiten und persönlichen Schwierigkeiten, sogar Schuldnerberatung wurde einige Jahre lang professionell angeboten...

Und jetzt?

Schon der Gedanke das Jugendzentrum mehr oder weniger ins Stadtzentrum, in Hörweite eines Seniorenzentrums, zu verlegen, war in meinen Augen eine krasse Fehlentscheidung.

Damals, als wir uns ein Jugendzentrum erkämpften - ich war nur einer von vielen -, da hätten wir gerne die ehemalige Heider-Schule auf der Hauptstraße gehabt (Das lag gegenüber dem Zahnmetzger Giebel; ist aber schon seit Jahren abgerissen).

Boah, was gab es da für Proteste!

Mehr als drei Jugendliche auf einem Haufen und dann noch mitten in der Stadt!

Wenn das nicht die erste Stufe zur Anarchie war!

Also, nix wie weg an den Stadtrand mit dem Jungvolk - eine Entscheidung, die ich persönlich und auch viele, die ich kenne, nicht bedauert haben.

Mehr als drei Jahrzehnte war das okay...

Aber der Hammer ist ja dann jetzt, dass die Stadt zwar ein neues Jugendzentrum baut - aber die Trägerschaft abgibt. Über die Gründe für diesen Schritt könnte ich nur spekulieren, denn ich bin seit langen Jahren kein Insider mehr in dieser Einrichtung.

Es wurde eine Ausschreibung gemacht - welch herrliche Farce!

Schon als ich das erste Mal von dieser Entscheidung hörte, hätte ich jede Wette darauf abgeschlossen, dass sich die renitente katholische Kirche dieses Kleinod krallt.

Man, was hätte ich reich werden können!

Toll, wie eine der mächtigsten und verlogensten Organisationen der Welt sich wieder einmal eine weitere Immobilie unter den Nagel gerissen hat.

Ach ja, postulieren einige auf Facebook - die hatten doch ein stimmiges Konzept!

Wenn den Aussagen dieser Bande jemand wirklich Glauben schenkt - na dann, gute Nacht Deutschland.

Gute Nacht und auf Nimmerwiedersehen Jugendarbeit in Burscheid könnt ihr auf jeden Fall schon  mal sagen.

Glaubt wirklich einer, dass in einer katholischen Einrichtung Toleranz und Multikulti wirklich angeboten werden?
Was der katholischen Kirche nicht passt, findet auch im realen Leben nicht statt.

Beratung und Unterstützung der Jugendlichen in Fragen von Verhütung oder ungewollter Schwangerschaft - seid ihr des Teufels?!

Mittelalterliche Dogmen sind wieder angesagt und werden sicher mit sanftem Nachdruck sowie sektengleicher Indoktrination durchgesetzt...

Ich bin zum Glück nicht mehr das Klientel dieser Einrichtung - aber die jetzige und zukünftige Generation Jugendlicher tut mir jetzt schon richtig leid.

Ich bin mal gespannt, wie lange der Schein einer Jugendeinrichtung aufrecht erhalten wird, bevor man hier eine neue mittelalterliche Gehirnwäsche Station einrichtet...

Amen...!

Samstag, 7. Juni 2014

Ende – mit und / oder ohne Happy…

Am kommenden Mittwoch, 11. Juni 2014 endet nach drei Jahren, vier Monaten und zehn Tagen eine der dunkelsten und wohl auch erniedrigenden Phasen meines an Hochs und Tiefs nun nie armen Lebens: 

Endlich – E N D L I C H  kann ich mich aus der Knute des Hartz-IV-Leistungsempfangs verabschieden und ihr könnt mir glauben, dass ich das ohne auch nur den Anschein einer Träne mit Freuden tue.

Von allem, was mir in den bisherigen 55 Jahren  meines Daseins an Miesem und noch Mieserem widerfahren ist – teils unverschuldet und oftmals auch durch meinen Dickkopf initiiert – so etwas, wie in den letzten drei Jahren möchte ich bitte, bitte nie wieder erleben müssen.

Da wäre die Alternative tot zu sein, tatsächlich beinahe die erfreulichere.

Ich stehe ab Mittwoch tatsächlich wieder in Lohn und Brot – bei einer der von mir so verhassten Zeitarbeitsfirmen, aber zum Glück zu Bedingungen und einer Entlohnung, die ich – trotz nicht geringer Abstriche – hoch erhobenen Hauptes annehmen kann, ohne demnächst allmorgendlich mein Spiegelbild im Bad voller Verachtung anspucken zu müssen.

Die Zukunft sieht immer noch nicht rosa oder golden aus – aber am Horizont erscheint auf einmal ein Lichtstreif, der nach langer Dunkelheit endlich wieder Hoffnung aufkeimen lässt (Jetzt bloß nicht poetisch werden, Dicker…).

Was haben mich die letzten drei Jahre nicht alles gekostet: Nerven vor allem, denn zu der monetären Belastung kam natürlich auch die, dass für meine Frau der Traum von einem unbeschwerten Leben in Deutschland mehr oder weniger wie eine Seifenblase zerplatzte – aus wirklich ärmlichen Verhältnissen in Thailand samt 6-jähriger Tochter zu einem 18 Jahre älteren Mann gezogen, weil alles besser schien, als die dunkle Zukunft in der Heimat…

An meiner langen Arbeitslosigkeit ist meine Ehe dann auch beinahe gescheitert – und ich glaube, nur, weil ich vor zwei Jahren die Notbremse gezogen habe und ausgezogen bin, BEVOR zwischen uns ein Ehekrieg ausbrechen konnte, dürfte uns eine minimale Chance erhalten haben, uns eventuell in Zukunft wieder zusammenzuraufen, wie wir es in letzter Zeit mehrmals in Gesprächen durchexerziert haben.

Das wäre eine der Baustellen, die es in naher Zukunft zu beheben gilt – denn eins ist klar: Auch wenn man sich ganz fest vorgenommen hatte, nach dem Abrutschen in die Hartz-IV-Falle keinerlei Schulden zu machen – irgendwie hat es an allen Enden dann doch nie gereicht und sukzessive hat sich wieder ein – wenn auch zum Glück überschaubarer – Berg mit Verbindlichkeiten angehäuft…

Natürlich hat das Ende meiner Arbeitslosigkeit auch Auswirkungen auf meine – oftmals aus Langeweile geborenen – Aktivitäten in den sozialen Netzwerken. Einige von Euch können befreit aufatmen, denn der allgegenwärtige Sack wird sich künftig sehr rar machen.

Der Blog wird natürlich – wenn auch wahrscheinlich nicht mehr ganz so regelmäßig wie bisher – fortgesetzt werden und auch die Seite „Megaphon, die Geschichte in Bildern“ werde ich versuchen weiterhin zu betreiben, schließlich habe ich da schon noch einiges Material auf Vorrat.

Und dann natürlich meine Aktivitäten via Internetradio über Foxradio Burscheid: 

Die wöchentliche Radioshow wird selbstverständlich fortgesetzt – ich freue mich, dass ich da tatsächlich viel positiven Zuspruch – auch zu meinen manchmal schrägeren Programmpunkten – erfahren durfte. Das spornt natürlich an und ich habe die Hoffnung, dass die Show von Mal zu Mal besser werden kann und wird.

Ich verrate auch schon mal ein kleines Geheimnis: Es gibt demnächst mehr Reiner Wolf per Radio: Bereits am 21. und 28. Juni jeweils von 22 Uhr bis Mitternacht gibt es ein zweiteiliges „Best of“ mit der Musik von Genesis in der Zeit, als dort Peter Gabriel noch „tonangebend“ war…

So, ich werde langsam in meiner Dachwohnung gegrillt – über Pfingsten steht uns eine Hitzewelle bevor.


Nutzt das schöne, lange Wochenende!

Sonntag, 25. Mai 2014

Ein Diktator in Köln

Manchmal fasse ich ja wirklich nicht, was in unserem Lande alles so abgeht.

Sich dann nur an den Kopf zu fassen, ist lange nicht genug.

Da kommt ein ausländischer Politiker mit eindeutig diktatorisch-faschistoiden Tendenzen, der für seine menschenverachtende Politik und religiösen Fanatismus bekannt ist und der gerne mal nicht nur die Menschenrechte, sondern gleich auch seine Mitbürger öffentlich mit Füßen tritt, als angeblicher Privatmensch in eine deutsche Großstadt und darf in einer Arena auch gleich seinen Wahlkampf fortsetzen.

Wow!

Angela Merkel im nächsten Wahlkampf an der Algarve oder in Antalya auf Stimmenfang - das hat was - und wird sicher die volle Zustimmung der dort zuständigen Obrigkeiten finden.

Wenn ich mir das als Privatmann in der Türkei leisten würde, wäre ich schneller in einem dunklen Verlies verschwunden als ich "Heil Erdogan!" rufen könnte...

Ich möchte diesen Beitrag jetzt nicht als Ausländerhetze verstanden wissen und ich habe auch ganz speziell nichts gegen meine türkischen Mitbürger - aber die Impertinenz dieses arroganten Machtpolitikers geht mir gewaltig gegen den Strich.

Eine Rede bei einem Staatsbesuch vor einem angemessenen Publikum fände meine vollste Unterstützung.

Aber statt dessen?

Eine Stadt im Ausnahmezustand...

Tausende Polizisten im Einsatz...

Randale zwischen Anhängern und Gegnern des Politikers - da werden innertürkische Konflikte auf unserem Boden und vor allen Dingen zu unseren Lasten ausgetragen; sprich, der dumme Deutsche trägt die Kosten für den Polizeieinsatz und die Beseitigung der Trümmer, die das Aufeinandertreffen zweier feindlicher Lager verursacht.

Liebe Frau Merkel, wir wissen ja alle, dass Ihr einziges Interesse darin besteht, sich die Taschen zu füllen, uns zu verarschen und den kohl'schen Rekord im Aussitzen im Kanzleramt zu brechen.

Merkeln - Tschuldigung - merken Sie denn überhaupt noch, was in unserem Lande so abgeht?

Worauf dürfen wir uns denn als nächstes freuen?

Auf Putin on Tour, inklusive öffentlicher Kundgebungen mit der Aufforderung ein Referendum zum Anschluss der Bundesrepublik an die Russische Föderation zu starten?

War das Honeckers impertinent-genialer Plan, als er damals die Grenzen zur DDR öffnete, sich abseilte und uns Sie als Kuckucksei hinterließ?

Dürfen wir uns auf die Promo-Tour eines Kim-Jong-Un freuen, der uns die Segnungen des einzig wahren Sozialismus - inklusive bitterster Armut der Bevölkerung - anpreist?

Mein Latein ist nicht das Beste - hab's schließlich nie in der Schule gelernt - aber mir stellt sich die Frage:

Quo vadis, Germanica?

Samstag, 24. Mai 2014

Nach der Sendung ist vor der Sendung

Aber Hallo!

Das war ja am letzten Mittwoch wohl ein Fiasko, wie es nur der Wolf so hinkriegen kann.

Obwohl ich wirklich nicht weiß, was ich dem Mikrofon angetan habe - es stand einfach so da und ich habe einfach nur so gesprochen - und es hat komplett die Arbeit verweigert. Und das Ersatzmikrofon musste auch erst besonders behandelt werden, bevor es sich dann widerwillig in sein Schicksal ergab, meine hehren Worte in das weltweite Netz zu übertragen...

Kann ja sein, dass das Mikro ein Verwandter der Mikrofone war, die früher bei meinen Auftritten als Musiker regelmäßig Schleudertraumata erlitten und auch schon mal quer durch die Halle flogen oder den Bass meines Bandkollegen trafen...

Nichtsdestotrotz:

Obwohl ich während des Fiaskos zeitweise am Liebsten meine Sachen gepackt und die Flucht ergriffen hätte und mich dabei innerlich aufs Schärfste ob meiner Vermessenheit tadelte, jetzt auch noch in die Fußstapfen von Radiolegenden wie Wolfman Jack oder Frank Laufenberg treten zu wollen, werde ich meine Radioshow fortsetzen.

Hochmut kommt vor dem Fall!

Ich denke aber, nachdem die technischen Fehlleistungen beseitigt waren, gab es einige Ansätze, die auszubauen sich lohnen dürften.

Zum einen habe ich dann doch gemerkt, dass meine frei-Schnauze-Moderation, nur nach wenigen Stichworten, nicht so gut funktioniert, wie gedacht. 

Da waren mir zu viele "Ähs" und Mhms" dazwischen. Besser wäre es wohl auch, das Mikrofon erst nach Ende der eigenen Rede auszuschalten - so ist mir gelungen, was viele in meinem Umfeld schon seit Jahrzehnten erfolglos versuchen: Dem Wolf endlich mal das Wort abzuschneiden!

Also habe ich gestern Nacht schon einen Teil meiner angedachten Moderation für die nächste Sendung am Mittwoch, 28. Mai 2014 detaillierter ausgearbeitet - jetzt heißt es dann, dies so vorzutragen, dass es nicht abgelesen klingt.

Da bin ich übrigens bei einem weiteren wichtigen Punkt für meine künftigen Sendungen angelangt (solange ich nicht auf offener Straße wegen der Show getötet werde, geht's wohl weiter): Foxradio Burscheid schaltet bei ihren Sendungen zumeist die Wunschbox ein, was dann dem Hörer die Möglichkeit bietet, sich während der Live-Sendung Musiktitel zu wünschen.

Tut mir ehrlich Leid - da ich mich bemühe, zu jedem Titel eine anständige Moderation zu erstellen, was auch bedeutet, dass man einige Zeit im Netz verbringt und die Vorbereitung einer Reiner Wolf Radio Show schon fünf, sechs Stunden benötigt, wird es das in meiner Sendung NICHT geben.

Allerdings werde ich künftig immer wenn ich besondere Themen in meiner Sendung bringen möchte, ca. zwei Wochen vorher die Möglichkeit einräumen, mir Musikwünsche per facebook oder über die E-Mail-Adresse "reinerwolfshow@gmx.de" zukommen zu lassen, die ich dann mit entsprechender Moderation, sprich Hintergrundinfo, spielen werde.

Soviel zunächst einmal vom GröMoAZ (größenwahnsinnigsten Moderator aller Zeiten)...

Ich hoffe, wir hören uns zur zweiten Sendung!